{"id":883,"date":"2020-10-27T08:14:56","date_gmt":"2020-10-27T07:14:56","guid":{"rendered":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/allgemein\/2020-10-27\/implenia-tiefgreifende-restrukturierung-steht-an\/"},"modified":"2020-10-27T08:14:56","modified_gmt":"2020-10-27T07:14:56","slug":"implenia-tiefgreifende-restrukturierung-steht-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/it\/ib\/2020-10-27\/implenia-tiefgreifende-restrukturierung-steht-an\/","title":{"rendered":"Implenia: Tiefgreifende Restrukturierung steht an"},"content":{"rendered":"<p><span><span><span>Das Implenia-Management ist mit der Umsetzung der neuen Strategie beim f\u00fchrenden Schweizer Baukonzern nicht zufrieden, die Schritte m\u00fcssten intensiviert und beschleunigt werden. Dabei k\u00fcndigt es \u00abunvermeidbare, schmerzhafte Massnahmen\u00bb an. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Wie Implenia mitteilt, will sich das Unternehmen k\u00fcnftig auf Bau- und Immobiliendienstleistungen in der Schweiz und in Deutschland konzentrieren. Nur Tunnelbau- und Infrastrukturprojekte sollen auch in anderen M\u00e4rkten weitergef\u00fchrt werden. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Verschiedene Gesch\u00e4ftsbereiche, die nicht strategisch oder profitabel sind oder nicht zum Kerngesch\u00e4ft geh\u00f6ren, will Implenia ver\u00e4ussern oder aufgegeben. Zudem will der Konzern seine Beteiligungen an anderen Unternehmen verringern, um dadurch seine Eigenkapitalquote zu verbessern.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<h2><span><span><span>Aus f\u00fcr unrentable Bereiche im Hoch- und Tiefbau<\/span><\/span><\/span><\/h2>\n<p><span><span><span>Besonders der Tiefbau (Division Civil Engineering) ist von den Massnahmen betroffen. Aktivit\u00e4ten in Schweden, Norwegen, \u00d6sterreich und Rum\u00e4nien sollen verkauft oder aufgegeben werden; das Tunnelbaugesch\u00e4ft in Frankreich steht unter Beobachtung. Auch in der Schweiz will Implenia sich auf ausgew\u00e4hlte Regionen fokussieren. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Im Hochbau, in der Division Buildings, werden nicht profitable Gesch\u00e4ftseinheiten wie die deutsche Implenia Bau GmbH geschlossen. Die Aktivit\u00e4ten in \u00d6sterreich sollen an einen neuen Eigent\u00fcmer \u00fcbertragen werden. Auch in der Division Specialties, die als Generalunternehmer im Bau- und Ingenieurwesen t\u00e4tig ist, werden nicht strategische oder nicht profitable Gesch\u00e4ftseinheiten verkauft oder aufgegeben, etwa die Implenia Modernbau GmbH mit Sitz in Saarbr\u00fccken.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Ausgebaut werden soll indes die Division Real Estate: Die Sparte solle in der Schweiz mit ihrem Entwicklungsportfolio weiterwachsen und auch in Deutschland expandieren, so Implenia. K\u00fcnftig sollen auch Dienstleistungen im Bereich Portfolio- und Assetmanagement erbracht und skalierbare Immobilienprodukte f\u00fcr internationale M\u00e4rkte entwickelt werden. Die Division profitiere von wiederkehrenden Ertr\u00e4gen aus Dienstleistungen f\u00fcr Ina Invest und von Dividenden der Beteiligung von Implenia an Ina Invest.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<h2><span><span><span>Wertberichtigungen von 200 Millionen<\/span><\/span><\/span><\/h2>\n<p><span><span><span>Von der nun angek\u00fcndigten Restrukturierung werden nach Unternehmensangaben bis zum Jahr 2023 rund \u00a02.000 Vollzeitstellen betroffen sein. Implenia rechnet mit 750 Entlassungen, davon rund 250 in der Schweiz. Die restlichen 1.250 Stellen sollen an andere Eigent\u00fcmer \u00fcbergehen. Implenia erwartet bis 2023 j\u00e4hrliche Einsparungen von mehr als 50 Millionen CHF und eine Reduktion der Verm\u00f6genswerte von 20%. Die Restrukturierungskosten werden auf circa 60 Millionen beziffert.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Im Rahmen einer Risikobeurteilung habe sich gezeigt, dass f\u00fcr 2020 ausserordentliche Wertberichtigungen von rund 200 Millionen notwendig seien \u2013 dies vor allem f\u00fcr Projekte, die vor 2019 begonnen wurden, insbesondere im Tiefbau in Schweden. Das Management-Team in Schweden sei ausgetauscht worden; weitere Konsequenzen w\u00fcrden im Moment gepr\u00fcft, so Impenia.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<h2><span><span><span>Implenia rutscht in die Verlustzone<\/span><\/span><\/span><\/h2>\n<p><span><span><span>Im Gesch\u00e4ftsjahr 2020 erwartet Implenia ein EBITDA von ungef\u00e4hr -70 Millionen. Darin enthalten seien der Effekt der Ina-Invest-Transaktion (+49 Mio.), Auswirkungen der Corona-Pandemie (-50 Mio.), die ausserordentlichen Wertberichtigungen auf Projekten (200 Mio.) und die Restrukturierungskosten (60 Mio.). Der Auftragsbestand liege bei rund 6,1 Milliarden. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>F\u00fcr 2021 stellt Implenia ein EBIT von mehr als 100 Millionen in Aussicht bzw. ein EBITDA von \u00fcber 200 Millionen. Mittelfristig strebt die Gruppe eine EBIT-Marge von 4,5% an, was ungef\u00e4hr einer EBITDA-Marge von 6,5% entspricht.<\/span><\/span><\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span><span><span>Implenia k\u00fcndigt eine umfangreiche Restrukturierung an. Der Baukonzern will sich weitgehend auf die Kernm\u00e4rkte Schweiz und Deutschland konzentrieren und sich von einigen Gesch\u00e4ftsbereichen trennen. F\u00fcr 2020 erwartet Implenia einen Verlust.<\/span><\/span><\/span><\/p>","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[45,68],"class_list":["post-883","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ib","tag-asset-manager","tag-projektentwickler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/883","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=883"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/883\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=883"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=883"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=883"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}