{"id":808,"date":"2020-09-21T08:35:05","date_gmt":"2020-09-21T06:35:05","guid":{"rendered":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/allgemein\/2020-09-21\/bundesrat-verabschiedet-botschaft-zum-covid-19-geschaftsmietegesetz\/"},"modified":"2020-09-21T08:35:05","modified_gmt":"2020-09-21T06:35:05","slug":"bundesrat-verabschiedet-botschaft-zum-covid-19-geschaftsmietegesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/ib\/2020-09-21\/bundesrat-verabschiedet-botschaft-zum-covid-19-geschaftsmietegesetz\/","title":{"rendered":"Bundesrat verabschiedet Botschaft zum Covid-19-Gesch\u00e4ftsmietegesetz"},"content":{"rendered":"<p><span><span><span>Die umstrittene Vorlage sieht vor, dass Gesch\u00e4ftsmieter, die im Fr\u00fchjahr 2020 wegen der Corona-Pandemie von einer Schliessung oder starken Einschr\u00e4nkung betroffen waren, f\u00fcr diese Periode nur 40% des Mietzinses bezahlen m\u00fcssen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Die Vernehmlassung wurde vom 1. Juli bis am 4. August durchgef\u00fchrt und ergab laut Bundesrat ein kontroverses Bild: Elf Kantone, zwei politische Parteien sowie die Wirtschafts-, Vermieter- und Immobilienverb\u00e4nde h\u00e4tten den Gesetzesvorschlag abgelehnt. Zustimmung sei von acht Kantonen, vier politischen Parteien, dem Schweizerischen St\u00e4dteverband und von den Mieterorganisationen sowie von den Gastro- und von Berufsverb\u00e4nden gekommen. Zu einzelnen Bestimmungen habe es Kritik von beiden Seiten gegeben: Den einen gehe die Vorlage zu weit, den anderen zu wenig weit.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Man habe die Gesetzesvorlage aufgrund der R\u00fcckmeldungen punktuell angepasst; insgesamt orientiere sich das vorliegende Covid-19-Gesch\u00e4ftsmietegesetz aber eng am Wortlaut der beiden gleichlautenden Kommissionsmotionen aus National- und St\u00e4nderat, teilt der Bundesrat weiter mit.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Das Gesetz richtet sich an Mieter und P\u00e4chter von Betrieben bzw. Einrichtungen wie Restaurants oder Coiffeursalons, die aufgrund der Covid-19-Verordnung geschlossen wurden, oder von Gesundheitseinrichtungen, die aufgrund der gleichen Verordnung ihre T\u00e4tigkeiten reduzieren mussten. F\u00fcr die Zeit der verordneten Schliessung sollen sie nur 40% des Miet- bzw. Pachtzinses bezahlen m\u00fcssen. Bei Gesundheitseinrichtungen, die ihren Betrieb einschr\u00e4nken mussten, gilt dies f\u00fcr maximal zwei Monate.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Die Regelung bezieht sich auf einen Nettomiet- resp. Nettopachtzins von maximal 20.000 CHF pro Monat und Objekt. Bei einem Miet- oder Pachtzins zwischen 15.000 und 20.000 CHF sollen beide Mietparteien mit einer einseitigen schriftlichen Mitteilung auf die Gesetzesregelung verzichten k\u00f6nnen. Ausdr\u00fcckliche anderweitige Einigungen der Vertragsparteien sollen ihre G\u00fcltigkeit behalten.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Vermieter und Verp\u00e4chter, die infolge der Miet- oder Pachtzinsausf\u00e4llen in eine erhebliche wirtschaftliche Notlage geraten, sollen eine finanzielle Entsch\u00e4digung durch den Bund beantragen k\u00f6nnen. Dies sei etwa dann der Fall, wenn die reine Kostenmiete angewendet wird oder wenn nachgewiesen werden kann, dass die finanzielle Einbusse die wirtschaftliche Existenz des Antragstellers bedroht, so der Bundesrat.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>In seiner Mitteilung bekr\u00e4ftigt er, dass er an seiner bisherigen Position festh\u00e4lt, wonach ein Eingriff in die privatrechtlichen Beziehungen zwischen Mietern und Vermietern zu vermeiden seien. Der Bundesrat verzichtet daher darauf, dem Parlament die Zustimmung zu diesem Gesetzesentwurf zu beantragen. In den kommenden Wochen soll ein Monitoringbericht zum Thema Gesch\u00e4ftsmieten ver\u00f6ffentlicht werden. <\/span><\/span><\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span><span><span>Der Bundesrat hat die Botschaft zum Covid-19-Gesch\u00e4ftsmietegesetz verabschiedet, verzichtet aber darauf, dem Parlament die Zustimmung zum Gesetzesentwurf zu beantragen. <\/span><\/span><\/span><\/p>","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[60,16],"class_list":["post-808","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ib","tag-gesetze-urteile","tag-retail"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/808","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=808"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/808\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=808"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=808"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=808"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}