{"id":1565,"date":"2021-03-28T17:29:26","date_gmt":"2021-03-28T15:29:26","guid":{"rendered":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/allgemein\/2021-03-28\/deloitte-schweiz-klassisches-buro-oder-lieber-home-office\/"},"modified":"2021-03-28T17:29:26","modified_gmt":"2021-03-28T15:29:26","slug":"deloitte-schweiz-klassisches-buro-oder-lieber-home-office","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/ib\/2021-03-28\/deloitte-schweiz-klassisches-buro-oder-lieber-home-office\/","title":{"rendered":"Deloitte Schweiz: Klassisches B\u00fcro \u2013 oder lieber Home-Office?"},"content":{"rendered":"<p><span><span>Im Februar 2021 arbeiteten 52 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen in der Schweiz ganz oder teilweise im Home-Office \u2013 w\u00e4hrend des Lockdowns vor einem Jahr waren es 50 Prozent. F\u00fcr 36 Prozent ist die Arbeit von zu Hause aus prinzipiell nicht m\u00f6glich, wie eine repr\u00e4sentative Umfrage zeigt, die das Pr\u00fcfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte zwischen dem 12. und 23. Februar unter rund 2000 in der Schweiz lebenden Personen im erwerbsf\u00e4higen Alter durchgef\u00fchrt hat. Der Trend zu mehr Home-Office d\u00fcrfte nachhaltige und weitreichende Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft haben. Unternehmen m\u00fcssen sich rasch \u00fcberlegen, wie sie in Zukunft die Arbeit organisieren wollen, und L\u00f6sungen ausarbeiten, die einerseits den Mitarbeitenden flexibles Arbeiten erm\u00f6glichen und andererseits die Konkurrenzf\u00e4higkeit im Markt sicherstellen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><strong>Mehrheit f\u00fcr Mischung aus Home-Office und B\u00fcropr\u00e4senz <\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Von den B\u00fcroangestellten will laut der Deloitte-Umfrage eine grosse Mehrheit (88%) in Zukunft nicht mehr jeden Arbeitstag im B\u00fcro verbringen. Knapp zwei Drittel (62%) der Befragten wollen auch nach der Pandemie an bestimmten Wochentagen von zu Hause aus arbeiten; 26 Prozent wollen sogar komplett im Home-Office bleiben. Immerhin 12 Prozent wollen wieder ganz ins B\u00fcro zur\u00fcckkehren.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Gem\u00e4ss Reto Savoia, CEO von Deloitte Schweiz, w\u00fcnscht eine klare Mehrheit f\u00fcr die Arbeit der Zukunft eine geeignete Mischung aus Remote Working und B\u00fcropr\u00e4senz und will die Vorteile von beiden Arbeitsmodellen nutzen: \u00abDie Unternehmen k\u00f6nnen und sollten sich diesem Bed\u00fcrfnis gegen\u00fcber nicht verschliessen.\u00bb<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Der Trend zum Remote Working ziehe zudem grosse wirtschaftliche und gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen nach sich und werde zum Beispiel einen Einfluss auf den \u00f6ffentlichen Verkehr, den Immobilienmarkt oder Gastronomie und Detailhandel haben, so Savoia. Gleichzeitig er\u00f6ffneten flexible und attraktive Remote-Working-Modelle neue Chancen f\u00fcr Unternehmen und Belegschaft: \u00abSei es in einer Ausweitung des Rekrutierungsradius oder der Etablierung neuer Familienmodelle.\u00bb<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><strong>Unterschiede bei den Generationen<\/strong> <\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Wenn es um individuelle Pr\u00e4ferenzen geht, gibt es Unterschiede zwischen den Generationen: Bei den unter 30-J\u00e4hrigen wollen nur 9 Prozent komplett ins B\u00fcro zur\u00fcckkehren, bei den \u00fcber 50-J\u00e4hrigen sind es 16 Prozent. 31 Prozent der Jungen m\u00f6chten auch nach der Pandemie komplett zu Hause arbeiten, bei den \u00fcber 50-J\u00e4hrigen sind es nur 22 Prozent.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>\u00abDie j\u00fcngeren Generationen wollen mehr Flexibilit\u00e4t bei der Arbeit\u00bb, erkl\u00e4rt Veronica Melian, Human Capital Leader bei Deloitte Schweiz. \u00abJunge talentierte Nachwuchskr\u00e4fte f\u00fcr sich zu gewinnen ist und bleibt eine grosse Herausforderung f\u00fcr viele Unternehmen. Es ist wichtig, dass Arbeitgeber die Pr\u00e4ferenzen und Arbeitsweisen ihrer j\u00fcngeren Mitarbeitenden verstehen und diese gezielt und produktiv in ihren Unternehmen verankern. Unternehmen m\u00fcssen gezielt flexible Arbeitsplatzmodelle ausarbeiten und kommunizieren, um die dringend ben\u00f6tigten jungen Talente aus der ganzen Welt anzuziehen, die geografisch flexibel sind und bewusst ein modernes und zukunftsorientiertes Arbeitsumfeld suchen. Das ist angesichts des sich zuspitzenden Fachkr\u00e4ftemangels f\u00fcr viele Unternehmen eine zentrale strategische Herausforderung.\u00bb<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><strong>Produktiver im Home-Office?<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Knapp die H\u00e4lfte der Befragten (47%) haben den Eindruck, dass sie im Home-Office produktiver sind als im B\u00fcro. Nur 16 Prozent glauben, dass sie von zu Hause aus weniger produktiv arbeiten, w\u00e4hrend f\u00fcr 37 Prozent die Produktivit\u00e4t gleichgeblieben ist. Vergleicht man diese Zahlen mit der Deloitte-Umfrage, die w\u00e4hrend des letztj\u00e4hrigen Lockdowns durchgef\u00fchrt wurde, zeigt sich eine verbesserte Produktivit\u00e4t.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>\u00abDass die gef\u00fchlte Produktivit\u00e4t der Mitarbeitenden im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat, k\u00f6nnte zum einen darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, dass die Schulen offen blieben und sich viele Eltern nicht mehr selbst um die Kinderbetreuung k\u00fcmmern mussten\u00bb, erkl\u00e4rt Veronica Melian. \u00abDar\u00fcber hinaus waren Mitarbeitende wie Unternehmen technisch besser vorbereitet als beim ersten Lockdown und ge\u00fcbter im Umgang mit den digitalen Tools.\u00bb<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><strong>Der pers\u00f6nliche Austausch fehlt<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Doch das Home-Office hat auch Nachteile: Neben Platzproblemen (20%) und fehlender Infrastruktur (22%) ist vor allem der fehlende pers\u00f6nliche Austausch f\u00fcr viele der Befragten (44%) die gr\u00f6sste Herausforderung. \u00abDer bewusste pers\u00f6nliche Austausch spielt f\u00fcr viele weiterhin eine wichtige Rolle, auch f\u00fcr die Unternehmenskultur\u00bb, sagt Reto Savoia. \u00abMan kommt ins B\u00fcro, um sich auszutauschen, gemeinsam Ideen zu kreieren \u2013 wesentliche Aspekte der Innovation bed\u00fcrfen der pers\u00f6nlichen Interaktion und lassen sich vor Ort am besten verwirklichen. Hier liegen denn auch grosse Chancen f\u00fcr Unternehmen, das Bed\u00fcrfnis nach pers\u00f6nlichen Kontakten mit Kunden und Kollegen wie auch die gezielte Nutzung der Digitalisierung zu einem attraktiven Gesamtpaket zusammenzuf\u00fchren, das den Bed\u00fcrfnissen der Mitarbeitenden am besten entspricht.\u00bb<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>\u00abUnternehmen m\u00fcssen sich f\u00fcr die Zeit nach dem Lockdown aufstellen und dabei eine gute Mischung aus Remote Working und B\u00fcropr\u00e4senz finden\u00bb, so Savoia. \u00abIch stelle mir vor, dass die Angestellten einerseits bewusst und konzentriert zu Hause arbeiten. Geht es andererseits um die kollaborativen und kreativen Aspekte der Arbeit, macht ein modernes B\u00fcro mehr Sinn. Unternehmen m\u00fcssen entsprechend neue R\u00e4ume und \u2039Collaboration Spaces\u203a schaffen, die den Mitarbeitenden Inspiration erm\u00f6glichen, zum Ideenaustausch anregen und helfen, neue Strategien zu entwickeln.\u00bb <\/span><\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span><span>Gem\u00e4ss einer aktuelen Studie von Deloitte Schweiz m\u00f6chten B\u00fcroangestellte in der Schweiz auch nach der Pandemie teilweise (62%) oder sogar vollst\u00e4ndig (26%) von zu Hause arbeiten.<\/span><\/span><\/p>","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[66],"class_list":["post-1565","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ib","tag-studie-buromarkt"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1565","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1565"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1565\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}