Murten (FR): Halter-Projekt erfährt Widerstand vom Heimatschutz
Die Halter AG verteidigt ihr 75 Mio. CHF teures Wohn-Projekt in Murten (FR) gegen ein Gutachten des Heimatschutzes.
Die Halter AG weist Bedenken gegen ihr Projekt «Fleur de Murat» in Murten (FR) zurück. Das ablehnende Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) und der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) sei «einseitig», schreibt der Projektentwickler in einer Stellungnahme. Für eine qualifizierte Interessenabwägung seien Aspekte wie übergeordnete raumplanerische Vorgaben, eine sinnvolle Innenverdichtung, die geltenden baugesetzlichen Bestimmungen sowie die sich abzeichnende Wohnraumverknappung zu berücksichtigen. Faktisch bewirke das negative Gutachten eine «materielle Enteignung», da sich das Projekt «Fleur de Morat» bereits heute in einer rechtskräftig festgesetzten «Wohnzone schwacher Besiedlungsdichte I» befinde.
Das Projekt soll nach Plänen von Winkelmann Architekten AG aus Murten verwirklicht werdenn. Gegen die Umzonung der Parzelle von einer «Wohnzone schwacher Besiedlungsdichte I» in eine «Wohnzone mit schwacher Besiedlungsdichte II» gab es keine Einsprachen. Halter fordert die Einsetzung einer Expertengruppe.
93 Eigentums- und Mietwohnungen geplant
Nicht weit vom Zentrum und Bahnhof sollen am Südhang von Murtens historischer Altstadt Wohnflächen entstehen. Geplant sind 10.265 qm Wohnfläche für 93 Eigentums- und Mietwohnungen sowie 124 Abstellplätze. Das Investitionsvolumen gibt Halter mit 75 Mio. CHF an. Die Fertigstellung sollte eigentlich im Jahr 2025 erfolgen. (aw)
