{"id":1326,"date":"2021-02-20T11:39:14","date_gmt":"2021-02-20T10:39:14","guid":{"rendered":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/allgemein\/2021-02-20\/cbre-studie-auslander-nehmen-mehr-risiko\/"},"modified":"2021-02-20T11:39:14","modified_gmt":"2021-02-20T10:39:14","slug":"cbre-studie-auslander-nehmen-mehr-risiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/en\/ib\/2021-02-20\/cbre-studie-auslander-nehmen-mehr-risiko\/","title":{"rendered":"CBRE-Studie: Ausl\u00e4nder nehmen mehr Risiko"},"content":{"rendered":"<p><span><span><span>Eine parlamentarische Kommissionsinitiative m\u00f6chte die gem\u00e4ss \u00abLex Koller\u00bb geltende Ausnahme f\u00fcr den Erwerb sogenannter Betriebsst\u00e4tte-Grundst\u00fccke vor\u00fcbergehend ausser Kraft setzen. Vor diesem Hintergrund stellt sich nicht zuletzt die Frage, wie aktiv ausl\u00e4ndische Investoren \u00fcberhaupt am Schweizer Immobilientransaktionsmarkt sind \u2013 schon um die Bedeutung einer m\u00f6glichen \u00abLex Koller\u00bb-Erweiterung aufzuzeigen.<\/span> Etwas Licht ins Dunkel in den nach wie vor recht intransparenten Schweizer Immobilientransaktionsmarkt bringt eine aktuelle Studie von CBRE Schweiz. Danach macht das in der Schweiz f\u00fcr K\u00e4ufe von Gesch\u00e4ftsgrundst\u00fccken aufgewendete Kapital ausl\u00e4ndischer professioneller Investoren von 2011 bis 2020 rund 11 Prozent des j\u00e4hrlichen durchschnittlichen Gesamtinvestitionsvolumens in der H\u00f6he von ca. 6,8 Mrd. CHF aus und entspricht in etwa 750 Mio. CHF \u00a0pro Jahr. Gem\u00e4ss der Studie wurden dabei deutlich mehr Verk\u00e4ufe als K\u00e4ufe get\u00e4tigt, was f\u00fcr die Schweiz einen j\u00e4hrlichen Nettodesinvestitionseffekt von rund 290 Mio. CHF zur Folge hatte.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Vor 2011 war der Anteil investierter ausl\u00e4ndischer Gelder mit 15 Prozent h\u00f6her, zumal viele internationale Investoren vor allem zwischen 2005 und 2008 in den Schweizer Markt dr\u00e4ngten, um sich dann teilweise nach der Finanzkrise wieder zur\u00fcckzuziehen. Die oft mit hohen Fremdkapitalquoten agierenden internationalen K\u00e4ufer sahen sich nach der Finanzkrise mit versch\u00e4rften Kapitalvergabepraktiken konfrontiert. Refinanzierungen wurden erschwert, und die im Gegensatz zum Ausland verschonten Schweizer Immobilienanlagen boten die Gelegenheit, attraktive Kapital- und Devisengewinne einzufahren.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><span>Die Investitionen ausl\u00e4ndischer Anleger in den Schweizer Immobilienmarkt mit seinen hohen Preisen und starker W\u00e4hrung fielen auch in der j\u00fcngsten Vergangenheit (2017 bis 2019) tiefer aus als die Desinvestitionen und bewegten sich dazu auf einem durchschnittlich tieferen Niveau als in den Vorjahren. In diesem Zeitraum d\u00fcrften sie nur rund 5 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens ausgemacht haben. Dies gilt jedoch nicht f\u00fcr das Ausnahmejahr 2020, da das Transaktionsvolumen hier aufgrund einzelner gr\u00f6sseren Transaktionen einen Sondereffekt erfahren hat.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><strong>Cross-Border-Investments wirken stabilisierend<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Rund die H\u00e4lfte der im letzten Jahrzehnt von Schweizer und ausl\u00e4ndischen Investoren f\u00fcr Betriebsst\u00e4tten bezahlten Preise f\u00e4llt auf B\u00fcronutzungen, gefolgt von den Verkaufsfl\u00e4chen mit ungef\u00e4hr einem Viertel des Transaktionsvolumens. Die ausl\u00e4ndischen Investitionen unterscheiden sich von den Schweizer Anlagen vor allem dadurch, dass deutlich mehr ausl\u00e4ndisches Kapital in Hotelliegenschaften fliesst. Ausl\u00e4ndische Marktakteure investieren zudem oft in Objekte mit einem erh\u00f6hten Rendite- \/ Risikoprofil, die von traditionellen institutionellen Schweizer Investoren wie Pensionskassen, Anlagestiftungen, Versicherungen oder Immobilienfonds eher gemieden werden respektive f\u00fcr einige Akteure aus regulatorischen Gr\u00fcnden nicht zul\u00e4ssig sind. F\u00fcr gewisse Spezialsegmente, in denen ausl\u00e4ndische Investoren h\u00f6here Marktanteile einnehmen, sei es zu Anlagezwecken oder auch zur Eigennutzung, wirken grenz\u00fcberschreitende Geldfl\u00fcsse stabilisierend. Sie versorgen diese M\u00e4rkte mit zus\u00e4tzlicher Liquidit\u00e4t, die lokal gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten nicht im selben Masse bereitgestellt wird. Selbst in den klassischeren Sektoren wie Bu<span>\u0308<\/span>ro und Detailhandel kommen ausl\u00e4ndische Investoren oft bei Liegenschaften zum Zuge, die nicht in das Anlageprofil der mehrheitlich risikoaversen und auf den Wohnsektor fokussierten Schweizer Anleger passen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Ein Grossteil der ausl\u00e4ndischen K\u00e4ufer des letzten Jahrzehnts stammt aus dem Vereinigten K\u00f6nigreich, Deutschland und Frankreich. Des Weiteren haben insbesondere im Retailsegment Investoren aus Israel eine langj\u00e4hrige Investitionstradition. Asiatisches Kapital spielt gem\u00e4ss der CBRE-Studie derzeit \u2013\u00a0mit Ausnahme des Hotelsektors \u2013\u00a0eine untergeordnete Rolle.<\/span><\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gem\u00e4ss einer aktuellen Studie von CBRE Schweiz haben ausl\u00e4ndische Investoren einen Anteil von 11 Prozent am j\u00e4hrlichen Transaktionsgeschehen auf dem Schweizer Immobilienmarkt. Anlass f\u00fcr die Erhebung ist der j\u00fcngste Vorstoss zur Versch\u00e4rfung der Lex Koller.<\/p>","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[37],"class_list":["post-1326","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ib","tag-marktberichte"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1326"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1326\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}