{"id":1265,"date":"2021-02-08T08:32:20","date_gmt":"2021-02-08T07:32:20","guid":{"rendered":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/allgemein\/2021-02-08\/investmentmarkte-europa-core-objekte-bevorzugt\/"},"modified":"2021-02-08T08:32:20","modified_gmt":"2021-02-08T07:32:20","slug":"investmentmarkte-europa-core-objekte-bevorzugt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/ib\/2021-02-08\/investmentmarkte-europa-core-objekte-bevorzugt\/","title":{"rendered":"Investmentm\u00e4rkte Europa: Core-Objekte bevorzugt"},"content":{"rendered":"<p><span><span>Im Zuge der Corona-Pandemie \u00e4ndern die europ\u00e4ischen Immobilien-Investoren ihre Strategie auf den B\u00fcroimmobilienm\u00e4rkten. &#8222;Hiess es bisher vor allem Lage, Lage, Lage, k\u00f6nnte man die aktuelle Situation am besten mit Core, Core, Core beschreiben&#8220;, fassen die Researcher von Union Investment das Ergebnis der j\u00fcngsten Umfrage f\u00fcr den Investitionsklimaindex zusammen. Der Index wird seit 2005 ermittelt, seit Fr\u00fchjahr 2008 halbj\u00e4hrlich, und berechnet sich aus den vier Teilindikatoren \u201eMarktstruktur\u201c, \u201eRahmenbedingungen\u201c, \u201eStandortbedingungen\u201c und \u201eErwartungen\u201c, die mit jeweils 25 Prozent gewichtet werden. F\u00fcr die aktuelle Auswertung befragte das Marktforschungsinstitut Ipsos von November 2020 bis Januar 2021 insgesamt 150 Immobilienunternehmen und institutionelle Immobilieninvestoren in Deutschland (n=59), Frankreich (n=51) und Grossbritannien (n=40).<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>Core, Core, Core<\/strong><\/p>\n<p><span><span>Rund die H\u00e4lfte (48%) f\u00fcr die aktuelle Investitionsklima-Studie Befragten achten nun st\u00e4rker auf bonit\u00e4tsstarke, krisenfeste Mieter mit langfristigen Vertr\u00e4gen. 46 Prozent der Umfrage-Teilnehmer meiden Investments in B- und C-Lagen. In Frankreich suchen sogar 73 Prozent der Befragten suchen vermehrt nach bonit\u00e4tsstarken, krisenfesten Mietern mit langfristigen Vertr\u00e4gen, 78 Prozent meiden B- und C-Lagen.<\/span><\/span><span><span>\u00a0 <\/span><\/span><span><span>Sicherheit ist f\u00fcr 48 Prozent der Befragten derzeit das Gebot der Stunde; 37 Prozent achten vor allem auf die Rendite, 11 Prozent auf die Marktliquidit\u00e4t. Nur in Grossbritannien steht f\u00fcr\u00a0 70 Prozent der Profianleger die Rendite an erster Stelle, nur 28 Prozent setzen vor allem auf Sicherheit. &#8222;Das liegt vor allem an der Besonderheit der britischen Mietvertr\u00e4ge mit ihren &#8218;Upward only&#8216;-Klauseln sowie den durchschnittlich noch immer deutlich l\u00e4ngeren Mietvertragslaufzeiten, die neben Sicherheit auch immer zus\u00e4tzliches Renditepotenzial bieten&#8220;, erkl\u00e4rt Olaf Jan\u00dfen, Leiter Immobilien-Research bei Union Investment.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span><strong>Homeoffice und die B\u00fcrofl\u00e4chennachfrage<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Dass das Arbeiten im Homeoffice mit der Corona-Pandemie erheblich an Bedeutung gewonnen hat, sorgt f\u00fcr Unsicherheit bez\u00fcglich der k\u00fcnftigen Fl\u00e4chennachfrage auf dem B\u00fcroimmobilienmarkt. Mehr als die H\u00e4lfte der Umfrage-Teilnehmer (56%) rechnet damit, dass die k\u00fcnftige Nachfrage nach B\u00fcrofl\u00e4chen durch das zunehmende Arbeiten im Homeoffice gegebenenfalls schw\u00e4cher wird. Ein Einbruch der B\u00fcrofl\u00e4chennachfrage ist allerdings nicht in Sicht, insbesondere nicht in Core-Lagen. &#8222;M\u00f6gliche Fl\u00e4chenr\u00fcckgaben werden aufgrund der noch bestehenden Mietvertr\u00e4ge gestreut \u00fcber die kommenden Jahre anfallen und d\u00fcrften durch die steigende Zahl der B\u00fcrobesch\u00e4ftigten kompensiert werden&#8220;, sagt Jan\u00dfen. Das Arbeiten im Homeoffice als fester Baustein einer neuen Arbeitskultur bedeute nicht, dass klassische B\u00fcroarbeitspl\u00e4tze zwangsl\u00e4ufig zum Auslaufmodell werden: &#8222;Im Gegenteil: Der pers\u00f6nliche Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen sowie die soziale Interaktion im B\u00fcro sind nicht vollst\u00e4ndig durch Videokonferenzen zu ersetzen.&#8220;<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong><span><span>Preise bleiben stabil<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span><span>Langfristig gesicherte attraktive B\u00fcrofl\u00e4chen werden f\u00fcr Unternehmen in Zukunft wesentlicher Bestandteil eines hybriden Arbeitsplatz-\u00d6kosystems sein. In der &#8222;Nach-Corona-Welt&#8220; dienen Core-Immobilien als Anker-Fl\u00e4che f\u00fcr Markenidentit\u00e4t, Talent-Magnet und f\u00fcr die Ausf\u00fchrung unabdingbarer Pr\u00e4senz-Funktionen. &#8222;Diese Anker-Fl\u00e4chen werden erg\u00e4nzt um flexible, mobile und zunehmend digitalbasierte Arbeitsplatzmodelle in einem Verh\u00e4ltnis, das sich branchenabh\u00e4ngig erst in den kommenden Jahren herausbilden wird&#8220;, so Jan\u00dfen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>44 Prozent der befragten Investoren erwarten in den kommenden sechs Monate dementsprechend stabile Preise auf den B\u00fcroimmobilienm\u00e4rkten. Allerdings rechnen auch 53 Prozent vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie\u00a0 mit fallenden Preisen. &#8222;Das gilt jedoch vor allem f\u00fcr Objekte mit Herausforderungen und kurzen Mietvertr\u00e4gen&#8220;, so Jan\u00dfen. &#8222;Core-Immobilien sind und bleiben hart umk\u00e4mpft. Entsprechend sind auch nur geringe\u00a0 Ver\u00e4nderungen beim Pricing zu erwarten. Die Anfangsrenditen bleiben stabil.&#8220;<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Insgesamt zeigt sich der Immobilien-Investitionsklimaindex in den drei Befragungsregionen nach l\u00e4ngerer Zeit wieder \u00fcberraschend einheitlich, mit einem Abstand von gerade einmal 1,5 Punkten zwischen den niedrigsten Wert (Frankreich) und dem h\u00f6chsten in UK. In Frankreich ist das Stimmungsbarometer um 2,1 auf 60,2 Punkte gestiegen, in Grossbritannien um 3,4 auf 61,7 Punkte. In der letzten Erhebung vor sechs Monaten war der Index in Frankreich noch um 9,5 Punkte, im UK um 6,1 Punkte gefallen. Nur in Deutschland, das seine Spitzenposition an Grossbritannien abgetreten hat, ist der Index gegen\u00fcber der letzten Erhebung leicht gesunken, um 1,2 auf 61,4 Punkte.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span><span>Die Covid-19-Pandemie bleibt nicht ohne Folgen f\u00fcr die B\u00fcroimmoblieninvestmentm\u00e4rkte. Bonit\u00e4tsstarke Mieter mit langfristigen Vertr\u00e4gen sind gefragt, B- und C-Lagen werden gemieden, wie aus dem aktuellen europ\u00e4ischen Immobilien-Investitionsklimaindex von Union Investment hervorgeht. <\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[66],"class_list":["post-1265","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ib","tag-studie-buromarkt"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1265"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1265\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}