{"id":1013,"date":"2020-12-07T15:28:32","date_gmt":"2020-12-07T14:28:32","guid":{"rendered":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/allgemein\/2020-12-07\/trends-pandemie-treibt-digitale-transformation-der-branche\/"},"modified":"2020-12-07T15:28:32","modified_gmt":"2020-12-07T14:28:32","slug":"trends-pandemie-treibt-digitale-transformation-der-branche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/ib\/2020-12-07\/trends-pandemie-treibt-digitale-transformation-der-branche\/","title":{"rendered":"Trends: Pandemie treibt digitale Transformation der Branche"},"content":{"rendered":"<p><span><span>\u00abEin wesentlicher, akuter Treiber f\u00fcr die Digitalisierung der Schweizer Immobilienwirtschaft ist die Corona-Pandemie. Schlagartig wurde jedem klar, dass die Beherrschung digitaler Technologien heute unabdingbare Kernkompetenz ist, ohne die die Arbeitsproduktivit\u00e4t mancherorts wohl zum Erliegen gekommen w\u00e4re\u00bb, sagt Karl Frank Meinzer, Associate Partner bei EY Real Estate und Autor der\u00a0 Digitalisierungs-Studie, f\u00fcr die im dritten Quartal dieses Jahres <\/span><\/span><span><span>rund 60 am Schweizer Immobilienmarkt aktive Unternehmen befragt wurden. Die Teilnehmer der Umfrage bilden einen repr\u00e4sentativen Querschnitt des Schweizer Immobilienmarktes; darunter finden sich etwa Banken, Versicherungen, Immobilienfonds- und AGs, Pensionskassen, Stiftungen, Prop-Tech-Unternehmen, Planer- und Architekturb\u00fcros, Immobilienberatungsunternehmen, Generalunternehmer sowie Organisationen der \u00f6ffentlichen Hand.<\/span><\/span><span><span> Wie die Umfrage ergab, ordnen mehr als die H\u00e4lfte der Teilnehmer ihr Unternehmen nach Ausbruch der Pandemie sogar als digitaler ein, als sie zuvor angenommen hatten. Zudem wurden Digitalisierungsstrategien von 64 Prozent der Unternehmen seitdem noch schneller vorangetrieben.<\/span><\/span><\/p>\n<p>Digitale Daten auf dem Weg zum Standard<\/p>\n<p><span><span>Nach dem gegenw\u00e4rtigen Stand befragt, gaben 80 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass relevante Daten und Informationen in ihren Unternehmen bereits in digitaler Form vorliegen. Auch die Vernetzung von Dienstleistungen und Produkten spielt f\u00fcr knapp drei Viertel der Befragten eine gewichtige Rolle. Bei mehr als 60 Prozent der Befragten wird zudem mittlerweile ein wesentlicher Teil des Investitionsvolumens f\u00fcr den Ausbau der IT-Infrastruktur allokiert, die die Basis f\u00fcr jegliche Digitalisierungsvorhaben darstellt. Mehr noch: F\u00fcr ca. 60 Prozent der Befragten hat die IT nicht mehr nur eine klassische Supportfunktion, sondern hat sich zu einer Kernkompetenz entwickelt. <\/span><\/span><\/p>\n<p>Effizienzsteigerung durch Digitalisierung unbestritten<\/p>\n<p><span><span>W\u00e4hrend 2019 noch mehr als jeder zehnte Befragte keine Effizienzsteigerungen durch Digitalisierung erkannte, sind diese heute unbestritten. Daraus resultierende Fl\u00e4chenreduktionen kann hingegen nur rund ein Drittel der Befragten konstatieren. F\u00fcr 43 Prozent der Umfrageteilnehmer sind digitale Technologien bereits Kern des Gesch\u00e4ftsmodells. Nur noch 27 Prozent sehen ihr Gesch\u00e4ftsmodell durch die digitale Transformation gef\u00e4hrdet. \u00abJe engagierter die Schweizer Immobilienunternehmen den digitalen Wandel selbst vorantreiben, desto weniger werden sie von potenziellen Disruptoren von aussen gef\u00e4hrdet\u00bb, sagt Meinzer. \u00abDie Branche hat innerhalb der letzten Jahre ein gesundes Selbstbewusstsein entwickelt und muss sich bei der digitalen Transformation nicht mehr hintenanstellen.\u00bb<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Als relevanteste digitale Trends bewerten die Umfrageteilnehmer derzeit Plattformen und digitale \u00d6kosysteme sowie Cloud-Technologie (jeweils 98%). Das ist insofern bemerkenswert, als dass beide Trends im vergangenen Jahr noch deutlich weniger Zuspruch fanden (72 rsp. 83%). \u00abDigitale \u00d6kosysteme und Cloud-Technologie bilden das R\u00fcckgrat des Mobile Working, was ihren wesentlichen Bedeutungszuwachs erkl\u00e4rt\u00bb, sagt Meinzer. Blockchain-Technologie, Robotics und 3D-Druck werden von den Befragten mehrheitlich als weniger relevant eingesch\u00e4tzt und haben im Vorjahresvergleich sogar an Bedeutung eingeb\u00fcsst. \u00abVor dem aktuell alles bestimmenden Hintergrund der Pandemie sollten Trendpotenziale keineswegs vorschnell abgeschrieben werden, die sich mittel- bis langfristig durchaus st\u00e4rker entfalten d\u00fcrften\u00bb, so Meinzer<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Trendpotenziale verst\u00e4rken sich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Fast alle Befragten gaben an, ihre relevanten Daten innerhalb der n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre in digitale Form \u00fcberf\u00fchren zu wollen. Auch Investitionen in die IT-Infrastruktur werden k\u00fcnftig noch wesentlicher. Die Bedeutung von Plattformen und digitalen \u00d6kosystemen, die aktuell mit 98 Prozent Zustimmung einen H\u00f6chstwert erreicht, wird nach Ansicht der Befragten innerhalb der kommenden Jahre wieder leicht abnehmen; gleiches gilt f\u00fcr die Cloud-Technologie. \u00abBei Cloud- und Plattformtechnologie hat die Schweizer Immobilienwirtschaft offenbar bereits eine S\u00e4ttigung im positiven Sinne erreicht\u00bb, sagt Meinzer. Gleiches gilt f\u00fcr Effizienzsteigerungen mithilfe digitaler Technologie, die in den kommenden Jahren ebenfalls marginal an Bedeutung verlieren \u2013 wohingegen datengest\u00fctzte Entscheidungen und Vorhersagen leicht an Bedeutung gewinnen werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Mehrzahl der Immobilienunternehmen in Entwicklungs- und Etablierungsphase<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Derzeit ordnet sich mit 45 Prozent der Grossteil der Studienteilnehmer der Etablierungsphase zu, in der viele Informationen bereits digital strukturiert vorliegen, wesentliche Prozesse ohne Medienbr\u00fcche abgebildet sind und Produkte und Dienstleistungen zunehmend vernetzt werden. Noch nicht soweit sind 36 Prozent der Unternehmen, die sich der Entwicklungsphase zuordnen, also erste strategische Initiativen zur Digitalisierung angeschoben haben. Fast jedes f\u00fcnfte Unternehmen befindet sich noch ganz am Beginn in der Orientierungsphase, verf\u00fcgt \u00fcber keine Digitalisierungsstrategie, nur teils \u00fcber digitale Informationen, w\u00e4hrend die Prozesse von zahlreichen Medienbr\u00fcchen gepr\u00e4gt sind. Lediglich zwei Prozent der Befragten z\u00e4hlen sich zur Digitalen Exzellenz: Hier wurden alle Medienbr\u00fcche aufgel\u00f6st, Informationstechnologie ist Kernkompetenz und digitale Innovation wird kontinuierlich vorangetrieben. \u00abErfolgreiche Digitalisierung ist kein Schalter, der nur einmal umgelegt wird, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Exzellenz l\u00e4sst sich nur dauerhaft behaupten, indem Unternehmen sich selbst in einen iterativen Prozess begeben, indem der digitale Wandel aktiv und zielgerichtet gestaltet wird\u00bb, sagt Meinzer. <\/span><\/span><\/p>\n<p>Der CDO bleibt vorerst ein Exot<\/p>\n<p><span><span>Die Digitalisierung im Unternehmen wird bei der H\u00e4lfte der Befragten bei der angestammten Gesch\u00e4ftsleitung angesiedelt. Die Auspr\u00e4gung spezifischer Rollen wie die eines CDO ist im Vergleich deutlich seltener anzutreffen (6%) und hat im Vorjahresvergleich sogar abgenommen (2019: 12 %). Bei je 15 Prozent der befragten Unternehmen ist entweder jede operative Einheit selbst oder ein zentraler IT-Funktionsbereich f\u00fcr Digitalisierungsthemen zust\u00e4ndig.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span><span>Die Schweizer Immobilienbranche sp\u00fcrt die Auswirkungen der digitalen Transformation schon heute wesentlich st\u00e4rker als noch im Vorjahr. Knapp 40 Prozent der Teilnehmer der diesj\u00e4hrigen EY Digitalisierungsstudie Schweiz sch\u00e4tzen die Auswirkungen der Digitalisierung auf ihr Unternehmen aktuell als stark ein, was einem Anstieg von elf Prozent im Vorjahresvergleich entspricht.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[37],"class_list":["post-1013","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ib","tag-marktberichte"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1013"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1013\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1013"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/develop.immobilienbusiness.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}