Roggwil (BE): Gemeinden erringen Erfolg gegen Lidl-Verteilzentrum

Das Verteilzentrum des Lebensmitteldiscounters Lidl kann vorerst nicht gebaut werden, weil der Kanton Einwänden von betroffenen Gemeinden gutgeheissen hat.

Das Lidl-Verteilzentrum in Roggwil (BE) kann vorerst nicht gebaut werden. Der Kanton hat eine Beschwerde der Gemeinden, die sich als Zofingenregio zusammengeschlossen haben, gutgeheissen. Brittnau, Murgenthal, Pfaffnau, Reiden, Roggliswil und Rothrist wehren sichj gegen die Genehmigung der Zonenplanänderung Brunnmatt in Roggwil. Dort plant Lidl das Logistikzentrum. Der Entscheid der Jusitzverwaltung ist noch nicht rechtskräftig. ´

Zwar sei die Hauptforderung des Regionalverbands nach einer Festlegung des Vorhabens im Richtplan und nach überkantonaler Abstimmung anders beurteilt worden, so Tobias Vogel, Regionalplaner Zofingenregio. «Das DJI sieht in dem geplanten Verteilzentrum keine richtplanpflichtige Anlage.» Stattdessen werde die Genehmigung der Nutzungsplanungsänderung aufgehoben, weil der Gewässerabstand nicht bundesrechtskonform ausgeschieden wurde. «Es ist also kein Entscheid zu einer grundsätzlichen Frage gefällt worden, sondern zu einem Detail», so Vogel.

Für die zofingenregio-Gemeinden sei dies vorderhand aber irrelevant: «Wir haben ein erstes Ziel erreicht: Die Planung geht nun wieder zurück auf Feld 1 – mit neuer Mitwirkung, Vorprüfung und neuem Beschluss durch die Gemeindeversammlung Roggwil», sagt Vogel. „Das bietet auch Chancen“, sagt Christiane Guyer, Zofingenregio-Präsidentin. «Die Nachbargemeinden und Nachbarkantone können nun in die Planung einbezogen werden. Und es besteht zudem die Möglichkeit, die neu gewonnenen Erkenntnisse zu berücksichtigen, nämlich dass sich der Standort in Roggwil ausschliesslich für Logistiknutzungen mit Ausrichtung auf die Bahn eignet.» (aw)

 

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